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Special Thanks To: Lahcen Razzougui, Gregor Guth, Florian Leitner, Patricia Zabel, Alexander Tschernek, Wolfgang Meisinger, Gary Maurer, Andrea Amort, Angela Heide, Jürgen Weishäupl, The Lechner Family & All Contributors
A sequence shot is choreographed over the course of three performances in Vienna and thereby a film is created. The dramatic theme raises the question of the political dimension private actions can have. The sequences are located in central Europe and are staged as memories, dreams and phantasms in specially constructed installations and filmed simultaneously. Formally, the various locations will be ranked successively. Markings on the ground and a few set design elements identify the playing field. The camera focuses on the respective events and wanders through various locations like a dreamer.
Au cours de trois performances à Vienne, un plan-séquence est chorégraphié et un film est réalisé. Le thème dramatique tourne autour de la question de la dimension politique de l'action personnelle. Les séquences d'action situées en Europe centrale sont mises en scène sous forme de souvenirs, rêves, phantasmes dans des installations construites à cet effet et sont filmées en temps réel. Les différents espaces de jeu sont mis en place l'un après l'autre. Des marquages au sol et quelques rares accessoires les caractérisent. La caméra se focalise sur l'action en cours et traverse les différents endroits comme un homme ou une femme qui rêve.
Im Laufe von drei Performances in Wien wird eine Plansequenz choreografiert und es entsteht ein Film.
Das dramatische Thema kreist um die Fragestellung nach der politischen Dimension privaten Handelns.
Die in Mitteleuropa verorteten Handlungssequenzen werden als Erinnerungen, Träume und Phantasmen in dafür konstruierten Installationen inszeniert und zeitgleich verfilmt.
Formal werden die verschiedenen Schauplätze nacheinander gereiht. Bodenmarkierungen und wenige Ausstattungselemente kennzeichnen das Spielfeld. Die Kamera fokussiert das jeweilige Geschehen und durchwandert die verschiedenen Orte
wie eine TräumerIn.
Franza fährt in ihrem Kleinwagen auf der Autobahn durch eine Nebelwand, die sie auf den Blick eines Säuglings zurückwirft.
Die verschlungenen Pfade ihres Unterbewußtseins führen sie über wie von Geisterhand sich öffnende Vorhänge in verborgene Räume. Sie begegnet den ProtagonistInnen ihres Alltags und es entspinnt sich eine ambivalente Liebesgeschichte zu dem afrikanischen Asylanten Lahzen.
"Die Angst, die der Nebel uns einflößt, resultiert nicht allein daraus, daß er uns blind macht; sie rührt auch daher, daß der Nebel in Schwaden über Arme, Schultern, Schenkel, Bauch und Rücken zieht. Er kriecht. Was bedeutet 'verschleiern'? Auf welche Weise bedeckt ein Schleier die Dinge? Die Dunkelheit weckt die Glieder auf, sie eilen den Augen zu Hilfe, sind auf höchst intensive Weise gegenwärtig, wenn der Blick sich verschleiert. Verschleiert er sich? Der Nebel schläfert den Körper ein, macht ihn trunken, betäubt ihn; die Haut verliert ihre Fähigkeit, dem unsicheren Blick zu Hilfe zu kommen. Der Nebel reißt uns die Hilfsaugen aus;
er bandagiert oder panzert uns. Der Nebel zieht Schleier über Schleier; die Nacht dagegen kennt keine Schleier."
(aus: Michel Serres, Die fünf Sinne, Eine Philosophie der Gemenge und Gemische, übersetzt von Michael Bischoff, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1998)
mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien
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